Die EZB hat es getan. Sie hat die Leitzinsen angehoben. Neben viel Zustimmung erfährt die aktuelle Zinspolitik der Europäischen Zentralbank auch Kritik und Ablehnung

»Der EZB-Rat hat beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 25 Basispunkte anzuheben. Dementsprechend werden sich der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität mit Wirkung vom 17. Juni 2026 auf 2,25 %, 2,40 % bzw. 2,65 % belaufen.«

Mit diesen trockenen Worten hat die EZB am 11. Juni 2026 ihre (vorläufige?) Zinswende eingeläutet. 2024 hatte es in mehreren Schritten Zinssenkungen gegeben und seit dem Sommer 2025 gab es keine Leitzinsbewegungen – nicht weiter nach unten, aber auch keine Anhebung. Jetzt also geht es wieder rauf.

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Das „magische Viereck“ als gesetzliche Verpflichtung für die deutsche Wirtschaftspolitik – und ein besonderer Blick auf das Ziel „stabiles Preisniveau“. Die aktuelle Inflationsentwicklung hat Folgen für die Leitzinspolitik der EZB

Wir haben in Deutschland für fast alles Gesetze. Haben gewusst, dass es in Deutschland derzeit über 1.700 Bundesgesetze (genau 1.797 Gesetze mit über 52.000 Einzelnormen) sowie fast 2.900 nachgelagerte Rechtsverordnungen (mit weiteren 45.000 Einzelnormen) gibt? Aber aufgepasst: Hierbei handelt es sich nur um das Bundesrecht – unzählige weitere Landesgesetze der 16 Bundesländer (z. B. Schul- oder Polizeigesetze) sind hierbei noch nicht eingerechnet. 

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China und der (zweite) Schock. Ein vertiefendes Fallbeispiel aus der Welt des Außenhandels und darüber hinaus

Deutschland ist eine „exportorientierte“ Volkswirtschaft. Sie haben bei der allgemeinen Behandlung des so wichtigen Themenfeldes Außenhandel gelernt, dass Deutschland vor allem seit den 2000er Jahren jedes Jahr erhebliche Außenhandelsüberschüsse erwirtschaftet hat, also mehr exportiert und in andere Länder verkauft als importiert hat (2025 belief sich der Exportüberschuss Deutschlands auf 200,5 Mrd. Euro – immer noch viel, aber 42,4 Mrd. Euro weniger als 2024).

Und typischerweise hat Deutschland mit einzelnen anderen Ländern einen Ausfuhrüberschuss – mit einigen durchaus gewichtigen Ausnahmen. Dabei handelt es sich um Länder, aus denen mehr Waren eingeführt werden als gleichzeitig exportiert werden.

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Rein in das Themenfeld Außenhandel – das ist für die „exportorientierte“ deutsche Volkswirtschaft ganz besonders wichtig

Ich hatte Sie in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass Sie bitte in meinem VWL-Skript die Ausführungen „Der deutsche Außenhandel“ (Sell 2024: 174-189) genau lesen und durcharbeiten. Dort werden die wichtigsten Aspekte des Außenhandels wie die Handelspartner oder die gehandelten Güter sowie wichtige Begrifflichkeiten wie „komparative Vor- und Nachteile“ des (deutschen) Außenhandels oder „Terms of Trade“ behandelt und erklärt. Ich setzte für den weiteren Gang der Veranstaltung voraus, dass Sie das gelesen und nachvollzogen haben.

Wir haben das in der letzten Übungsveranstaltung mit konkreten Aufgaben bereits vertieft.

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Neuigkeiten aus der Welt der Plattformökonomie: Die EU-Kommission geht nach langer Vorlaufzeit gegen Temu vor

Sie erinnern sich – ich hatte Ihnen die besondere Rolle von Amazon als ein Beispiel aus der Welt der Plattformökonomie vorgestellt. Die Zahlen sind auf den ersten Blick beeindruckend: 60 Prozent des Onlinehandels wird über Amazon abgewickelt. Die vielen kleinen Online-Händler kommen an dem Amazon Marketplace nicht vorbei und sind – so die immer wiederkehrende Klage – dem Quasi-Monopolisten Amazon ausgeliefert, der auch selbst über seinen Eigenhandel als Akteur mitmischt und über Big Data-Strategien seine marktbeherrschende Stellung ausbauen kann.

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Wettbewerbsrecht und Wettbewerbspolitik in Zeiten der Plattformökonomie und der Digitalwirtschaft

Auch das Wettbewerbsrecht und die Wettbewerbspolitik müssen auf die Veränderungen in der modernen Welt der Wirtschaft reagieren. Eine besondere Herausforderung sind die Entwicklungen in der Digitalwirtschaft und dem, was wir als Plattformökonomie besprochen haben. Denken Sie hier nur an das Beispiel Amazon und den Marktanteilen dieses Unternehmens.

Auf der europäischen Ebene hat man mit zwei wichtigen Regelwerken darauf zu reagieren versucht – dem DMA und dem DSA. Wie werden diese Kürzel gleich entschlüsseln.

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Die Wirtschaftsweisen haben gekreißt und eine neue Vorhersage der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland veröffentlicht

Am 27. Mai 2026 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, umgangssprachlich auch als die „fünf Wirtschaftsweisen“ bezeichnet, das Frühjahrsgutachten 2026 veröffentlicht.

Die Langfassung des Gutachtens:

➔ Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2026): Frühjahrsgutachten 2026, Wiesbaden, 27.05.2026

Es gibt auch eine Kurzfassung des neuen Gutachtens.

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Was haben die Bibel und auch der Koran mit der Volkswirtschaftslehre zu tun?

Ich hatte in der Vorlesung kurz darauf hingewiesen, dass man die Bibel bzw. Teile davon durchaus als ein volkswirtschaftliches Lehrbuch lesen und interpretieren kann. Natürlich in der diesem Sammelband entsprechenden ganz eigenen Sprache, aber es kommt ja auf die Inhalte an.

Beispielsweise findet man im Alten Testament durchaus eine Vorstellung von dem, was wir als Konjunkturzyklus besprochen haben, also vereinfacht gesagt das Auf und Ab der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Bibel wird von den „sieben fetten und den sieben mageren Jahren“ gesprochen. Das müssen wir uns einmal genauer anschauen. Zugleich ist das wirklich ein ökonomisches Lehrstück, was ich Ihnen hier berichten kann.

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Was ist eigentlich aus der „Anti-Kartell-Matraze“ geworden? Und was ist heute (ökonomisch) los auf dem Matrazen-Markt in Deutschland? 

In der ZDF-Doku zum Thema „Abzocke in Deutschland – Kartelle auf Kosten der Kunden“, die bereits einige Jahre alt ist, tauchte in dem Beitrag ein dort als einsamer Kämpfer gegen die sich untereinander preisabsprechenden Hersteller von Matrazen dargestellter Händler auf, der am Ende begonnen hat, seine eigenen Matrazen herzustellen – mit einem guten Gespür für Marketing nannte er die damals „Anti-Kartell-Matraze“.

Nun sind schon einige Jahre ins Land gezogen und der eine oder andere hat sich vielleicht die Frage gestellt, was aus dieser „Anti-Kartell-Matraze“ eigentlich geworden ist.

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